Albernische Wetterschau für das Jahr 1043

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Ein Blick auf das albernische Wetter im Jahr 1043 BF.

Es berichtet Efferlil Silberhaar, Wetterkundige der Havena Fanfare.

Weitere Informationen zum albernischen Klima finden sich auf der Seite Klima und Wetter in Albernia.


Inhaltsverzeichnis

Hesinde

  1. Hesinde: Das Madamal formt sich zum Kelch, es ist erstaunlich kalt für die Jahreszeit und regnet fast überall in Albernia. Harunka hat das Land fest im Griff.

Nachdem der Herbst noch lange mild war und Praios es erstaunlich gut gemeint hatte mit den erntenden Bauern, kam der Wintereinbruch dieses Jahr plötzlich. Zum Totenfest zog sich der Himmel zu und Harunka zeigte ihre hässliche Fratze. Der Beleman war wohl einen Moment lang nicht aufmerksam gewesen und schon fiel der raue Wind aus dem Norden in sein Territorium ein und vertrieb die letzte milde Luft. Mit ihr kamen auch die Wolken und der Regen. Grau in allen Schattierungen zierte den Himmel und dicke, kalte Tropfen durchtränkten Felder und Wiesen.

Und so schnell wird wohl Harunka nicht wieder abziehen, die Blätter hat sie bereits alle von den Bäumen gefegt, nun bringt sie auch noch Schnee mit sich! Ob wir wohl dieses Jahr wie in Thorwal den Tag der Ifirn feiern werden, auf dass der Frühling bald kommen möge? Meine Nase sagt mir zumindest, dass sich schon bald ein weißes Tuch über Albernia legen wird, in Richtung des Windhags und der Koschberge dürfte es sicher ungemütlich werden. Vielleicht bleibt der Schnee sogar ein paar Tage liegen?


Firun

  1. Firun: das Madamal würde sich als Kelch zeigen, wenn der Himmel nicht mit tiefhängenden Wolken bedeckt wäre. Es schneit immer mal wieder. Es ist kalt, doch der Beleman hat Harunka verjagt.

Habe ich es nicht gesagt? Hesinde ist Firun zuvorgekommen und hat Albernia unter eine weiße Decke gelegt. Ungewöhnlich kalt war es die letzten Wochen und auch wenn sich, wie mir scheint, Harunka nun endlich verzogen hat, so ist unser Beleman doch noch nicht stark genug, um den eisigen Atem des rauen Eindringlings aus dem Norden vollkommen zu vertreiben. Das Firunsfest zumindest ist mancherorts eher klein ausgefallen und die Jäger waren sicher froh, am Abend wieder an warmen Öfen sitzen zu können. Und nun, verehrte Leserinnen und Leser, wie geht es weiter? Der Himmel bleibt noch verhangen, doch nicht mehr ganz, ich bin mir sicher, das Madamal wird zwischen Kelch und Rad auch mal zu sehen sein. Doch heißt das auch, nehmt Euch in Acht, es wird und bleibt kalt! Die ein oder andere Schneeflocke wird noch fallen und wie ich hörte, liegt davon in einigen Gegenden wie in Winhall besonders viel.

 

Tsa

  1. Tsa: der Kelch ist prall gefüllt und sollte in der ein oder anderen Nacht mit den Sternen um die Wette strahlen. Schnee sollte nun keiner mehr fallen, aber wer weiß?

Habt Ihr es auch gesehen, verehrte Leserinnen und Leser? Das volle Rad des Madamals war doch vielerorts gut zu sehen, auch wenn es in den Tagen zuvor noch Wolken und Schnee gegeben hat. Beleman war auch kurzzeitig zornig, vielleicht wollte er auch nur ein erneutes Eintreten Harunkas verhindern. Jedenfalls hat er doch tatsächlich meine Windfahne vom Dach geweht! Auch wenn noch immer vereinzelt Schnee liegt in unserem schönen Albernia, die Wolken werden wohl erstmal nur noch Regen bringen, das hat mir der Beleman geflüstert. Und in Havena sollte man sich vorsehen, dort kündigt sich ein Wintersturm an und auch Katla scheint wieder aufgebracht zu sein. In den nächsten Tagen könnte der ein oder andere Fischer nasse Füße bekommen! Nicht, dass man mir danach vorwirft, ich hätte sie nicht gewarnt...


Phex

1. Phex: In vier Tagen ist das Madamal wieder rund und voll, und da der Wintersturm, den ich angekündigt hatte, die Wolken für eine kurze Zeit vertrieben hat, wird man das Rad durchaus auch sehen können. Ansonsten hat der Beleman seinen Dienst wieder aufgenommen, die letzten Eisblumen sind schon längst geschmolzen, es ist wieder milder geworden. Kurz: es wird langweilig… Ein paar Tage noch können wir die klare Luft einatmen und unseren Blick in die Ferne schweifen lassen. Wenn das Madamal wieder abnimmt, kommt auch das gewohnte Grau zurück, und der Sprühregen wird das Land überziehen. Aber für die Anwärter des Frühlings unter Euch, freut Euch, denn es kann nicht mehr lange dauern bis die ersten Krokusse ihre Nase aus der Erde strecken und die Bauern auf die Felder ziehen, um diese für die Saat vorzubereiten. Bis zum Ende dieses Mondes werde ich dann wohl kaum mehr etwas Spannendes zu berichten haben: Der Beleman weht und weht und weht...


Peraine

1. Peraine: So wechselhaft ist und wird der Peraine! Eben wollte ich noch schreiben, das ewige Grau werde wohl so schnell nicht weichen, da juckte mein kleiner Zeh, und in der Tat, die Wolkendecke riss auf und die leuchtende Scheibe des Madamals zwinkerte mir zu. Und habt Ihr es auch gespürt? Der Beleman ist wieder milder. Der nächste Mond wird sicher spannender als der letzte. Es erwarten uns Wetterkapriolen vom Feinsten, mal weht der Beleman frech und kühl, mal weich und mild. Mal wird die Praoisscheibe zu sehen sein, auch wenn die Strahlen nicht immer auch zu spüren sind, mal treibt der Wind dicke Wolken übers Land, mit Regen der von oben, von vorne, von hinten und von überall gleichzeitig kommt. Aber eines sage ich Euch: Heute Nacht hat mir das Madamal geflüstert, dass es keinen Frost mehr geben wird. Der Frühling ist da und verspricht uns schon bald warme, laue Tage. Die Störche vor meinem Haus jedenfalls erwarten ihren Nachwuchs in den nächsten Tagen, die werden es wohl wissen!