Yantibair

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Baronie Yantibair
Yantibair (Lage)
Region: Seenland
Baronin: Aedre Glenngarriff
Residenz: Wasserburg Yantibair
Lehnsfolge: Graf vom Großen Fluss
Einwohner: 3800
Freie: hoch
Truppen: Ritter und Waffenknechte des Adels
Detailkarte Yantibair
Lehen: Junkertum Weidbrück (600), Edlenherrschaft Grenzwald (450), Junkertum Glenach (400), Junkertum Lairig (250), Ritterherrschaft Norley (150), Ritterherrschaft Falkenruh (100), Ritterherrschaft Westloh (60)
Städte: keine
Orte: Yantibair (Dorf) (650), Weidbrück (400), Grenzwald (200), Glenach (150), Lairig (100), Auweiler (100)
Tempel: Efferd, Peraine, Travia, Praios
Burgen: Burg Yantibair (60), Westwacht (0)
Wege: Reichslandstraße
Besonderes: Die Höhle der weißen Stute, Ruine Westwacht
Wappen: Weißer Schwan mit ausgebreiteten Flügeln auf Grün
Wappen haus glenngarriff.png

Angaben von: 1044
Kennziffer: GRO-03
NSC-Lehen: Nein
Spieler: Aedre


Wappen der Familie Glenngarriff Dieser Artikel beschreibt die Baronie Yantibair der Baronin Aedre Glenngarriff in der Grafschaft Großer Fluss.

Weitere Informationen finden sich auf den Seiten über Burg Yantibair und die Ortschaft Yantibair.

Die Baronie Yantibair ist im Osten der Grafschaft Großer Fluss, im sogenannten Seenland gelegen und damit auch gleichzeitig an der Grenze sowohl zur Grafschaft Bredenhag als auch zur Grafschaft Abagund. Die wichtigste Ortschaft der Baronie, das gleichnamige Yantibair ist wie auch der Baronssitz Burg Yantibair im Nordwesten der Baronie am Schleiensee gelegen. Sehr zentral und an der Reichslandstraße nach Havena gelegen befindet sich der Ort Weidbrück. Daneben gibt es noch die Orte Glenach im Südwesten und Lairig im Nordosten der Baronie.


Land und Leute

Der Schleiensee im Norden der Baronie, der zusammen mit den vielen kleineren Seen prägend für das Leben in der Baronie ist, ist nach der dort heimischen Schleie, einer Karpfenart, benannt. Sein Wasser ist trüb und brackig, denn bisweilen kann es sein, dass eine schwere Sturmflut sogar Yantibair noch erreicht. Dadurch ist es auch nicht als Trinkwasser geeignet, da es zu salzig ist. Die Häuser in der Baronie sind wegen der Überschwemmungsgefahr - denn in Herbst und Frühjahr treten bei heftigen Regenfällen auch die Seen oft über ihre Ufer - auf Hügeln, sogenannten Terpen gebaut. Auf diesen stehen entweder einzelne Häuser und Gehöfte oder sogar ganze Dörfer. Auch der Ort Yantibair, der durch eine Wasserburg geschützt wird, ist auf einer solchen Terpe gebaut.

Das Leben der Menschen hier ist entsprechend hart und entbehrungsreich, denn obwohl das Klima mild ist, können solch verheerende Sturmfluten und Überschwemmungen mit einem Mal ganze Landstriche unter Wasser setzen und den Anbau von Feldfrüchten oder sogar das Bewohnen der Häuser für lange Zeit unmöglich machen. Allerdings ist Yantibair davon noch deutlich weniger betroffen als andere Baronien des Seenlands, denn die Nähe zum Abagund lässt nach Osten hin das Land ansteigen. Wie alle Seenländer gelten die Bewohner der Baronie Fremden als verschlossen und wortkarg, ja regelrecht menschenscheu. Jedoch gilt dies tatsächlich nur im Umgang mit Fremden, denn untereinander sind sie gelassen und humorvoll. Aus wortkargen Einsiedlern werden plötzlich gesellige und wortgewandte Menschen, die mit viel Selbstironie und Beobachtungsgabe das Leben in ihren Geschichten und Liedern am gemeinsamen Torffeuer kommentieren und sich an den einfachen Dingen des Lebens freuen.

Früchte der Arbeit

Wie auch das restliche Seenland lebt die Baronie vor allen Dingen von Fischerei, Torfabbau und Viehzucht, hauptsächlich Schafe und Ziegen. Die Salzgewinnung im Hügelland bei Grenzwald allerdings beschert der Baronie seit einigen Jahren ein ordentliches Zubrot. Die Solquelle ist Eigentum der Landesherrin, die den Siedebetrieb an Pfänner verpachtet hat und ihren Gemahl zum Edlen bestellt und mit der Verwaltung der eigens geschaffenen Edlenherrschaft Grenzwald betraut hat. Die Tatsache, dass Yantibair zu den wohlhabenderen Baronien der Grafschaft gehört und sogar mit ihrem Nachbarn Niriansee mithalten kann, ist aber vor allem der Reichslandstraße von Abilacht nach Havena zu verdanken, die ebenfalls durch Weidbrück hindurchführt. Der Name der Ortschaft leitet sich von den saftig grünen Weiden her, auf denen die wenigen Rinderherden der Baronie geweidet werden. Der Käse aus der Milch dieser Kühe ist sehr salzig und gilt deshalb als Delikatesse, sogar über Albernia hinaus. Nicht umsonst also ist die Einwohnerzahl der Ortschaft in den letzten Jahren stetig gewachsen. Neben Yantibair ist der Ort auch der einzige in der Baronie, der das Marktrecht besitzt und so einen wöchentlichen Markt abhalten darf.

Yantibair selbst lebt vornehmlich von der Burg und dem Fischfang auf dem Schleiensee. Da auch die Baronie Ylvidoch an den See grenzt, werden die Fanggebiete in jedem Frühjahr beim traditionellen Fischerkrieg neu verteilt. Aufgrund des familiären Verhältnisses der beiden Landesherrinnen allerdings sind die Fischer angehalten, es nicht zu weit zu treiben, und so ist der Fischerkrieg auch immer mehr Volksfest denn gewalttätige Auseinandersetzung. Auch die Torfstecherei ist vor allem hier und in Glenach besonders verbreitet. Um Yantibair als wichtigsten Ort der Baronie zu stärken, wurde außerdem Weidbrück nie das Mühlenrecht gewährt, weshalb die Bauern aus dem Umland alle gezwungen sind, ihr Getreide im 15 Meilen entfernten Baronssitz mahlen zu lassen. Wie in den anderen küstennahen Regionen gedeihen klimatisch bedingt auch in Yantibair vor allem eher unanspruchsvolle Getreidesorten wie Hafer, Gerste und Winterroggen. Aus der Gerste wird ein dunkles Rauchbier gebraut und sie wird ansonsten hauptsächlich als Viehfutter verwendet, während Hafer und Roggen wichtig für die Herstellung von Backwaren und Brei sind.

Lairig ist vor allen Dingen von der Schafzucht abhängig. Aus der Wolle werden sowohl feine Tuche gewebt als auch grobe Strickwaren hergestellt, die sich vor allem durch ihre Regenfestigkeit auszeichnen, wird doch die Wolle für diese Art von Kleidung nicht zuvor vom Fett gereinigt.

Vom Adel Yantibairs

Die Freimütigen: Haus Glenngarriff Wappen der Familie Glenngarriff

Die Unerschütterlichen: Junkergeschlecht Norley Wappen der Familie Norley

Wappen: Silberner Jagdhund auf Rot
Lehen: Junkertum Weidbrück und Ritterherrschaft Norley
Ortschaften: Weidbrück und Norley

Die Streitbaren: Junkergeschlecht Connar Wappen der Familie Connar

Wappen: Rechtsseitig drei silberne Rauten auf Blau; linksseitig rote Eiche auf Weiß
Lehen: Junkertum Lairig
Ortschaften: Lairig

Die Zurückgekehrten: Junkergeschlecht Dualtach

Wappen: Drei goldene Federn übereinander auf Blau
Lehen: Junkertum Glenach
Ortschaften: Glenach

Die Gemütlichen: Rittergeschlecht Falkenruh

Wappen: Drei Falken, zwei über eins, in Blau auf Silber
Lehen: Ritterherrschaft Falkenruh
Ortschaften: Auweiler

Die Verfemten: Ehemaliges Junkergeschlecht Berach

Wappen:
Lehen: ehemals Junkertum Weidbrück


Aus dem Gefolge der Baronin

Weitere Persönlichkeiten Yantibairs

  • Hochwürden Fiana Erlenfried, Vorsteherin des Perainetempels
  • Hochwürden Gerbald von Elenvina, Vorsteher des Praiostempels, bekannter Säufer
  • Hochwürden Efferlil von Havena, Vorsteherin des Efferdtempels
  • Vater Lothur Ongswin, Vorsteher des Traviatempels von Weidbrück
  • Mutter Friedegund Ongswin, Vorsteherin des Traviatempels von Weidbrück
  • Deirdre Aendruw, Sattlermeisterin aus Weidbrück
  • Falkris Callan , Bognermeister aus Yantibair

Yantibairs Nachbarn

Im Nordosten grenzt Yantibair an die Baronie Ylvidoch, im Osten an Altenfaehr und im Süden an Weidenau; alle in der Grafschaft Großer Fluss gelegen. Doch auch mit zwei weiteren Grafschaften hat Yantibair eine Grenze: Im Nordwesten grenzt es an die Baronie Wallersrain in der Grafschaft Bredenhag, im Westen an die Baronie Orbatal im Grafschaft Abagund und eine kurze Grenze verbindet es im Südwesten auch mit Niriansee.

Geschichte

Nahe dem Großen Fluss gelegen wurde das Yantibairer Land schon während der Gründungszeit von Güldenländern besiedelt, die Admiral Sanin den Fluss hinauf folgten. Beinahe tausend Jahre später siedelten sich hier wie in vielen anderen Teilen Albernias Thorwaler an und Yantibair wurde so schließlich zum Stammlehen der Familie Rhudd. Als 986 BF der letzte Vertreter der Stammlinie dieser Familie von einer gewaltigen Seeschlange im Schleiensee verschlungen wurde, erhielt der Bezwinger des Ungeheuers, der nordmärkische Ritter Alvan von Elengart, das Land als Belohnung für seine Tat. Als 1031 BF der alte Baron starb, schmiedete sein Sohn Hilmar von Elengart im Auftrag von Isora Ulaman von Elenvina ein Mordkomplott gegen den Grafen Kieran Albenbluth, scheiterte jedoch in der Ausführung. Obwohl die Schwester des damaligen Junkers von Weidbrück, historische Dokumente verschwinden ließ, konnte eine Nebenlinie der Familie Rhudd gefunden werden, deren Nachfahrin Aedre Glenngarriff - durch Fürsprache verschiedener Adliger unterstützt - 1032 als Baronin eingesetzt wurde.

Geheimnisvolles und Unheimliches

Jedes Jahr treffen sich seit Generationen im Rahja zur Vollmondnacht die ledigen jungen Männer und Frauen auf einem Grabhügel nahe Lairig zum Tanz. Darüber, was in dieser Nacht geschieht, wird seit jeher Schweigen bewahrt.

In der nie fertiggestellten Burg Westwacht, die zur Verteidigung gegen die Nordmärker dienen sollte, sind in letzter Zeit vermehrt nachts Lichter gesehen worden. In der abergläubischen Bevölkerung mehren sich Stimmen, dass es vielleicht keine gewöhnlichen Strauchdiebe, sondern Rotkappen sind, die dort ihr Unwesen treiben und unachtsame Wanderer, die in den Gemäuern Schutz vor Wind und Wetter suchen, ermorden.


Verwandte und weiterführende Artikel

Briefspiel


Quellen

Offizielle Quellen

Am Großen Fluss
S. 68 (Regionalbeschreibung)
Die Siebenwindküste
S. 53
Das Heldenbrevier der Siebenwindküste
S. 45f.
S. 56ff.