Thorwaler Überfälle und Besiedlung (89-335)

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Das 1. bis 4. Jahrhundert im Neuen Reich waren für Albernia geprägt von den Thorwaler Überfällen und Besiedlung.

Nach dem Fall Bosparans und der Gründung des Neuen Reiches konnte Albernia in den ersten Jahrhunderte fast unabhängig handeln. Da Kaiser Raul von Gareth und seine Nachfolger ihr Hauptaugenmerk auf den Osten des Reiches und das Liebliche Feld legten, wurde Albernia nicht nur im Guten, sonder auch im Schlechten allein gelassen.


Die Thorwaler Raubzüge von 89 bis 143

Im Jahre 89 begann die Zeit der Thorwaler Überfälle mit dem Großen Raubzug von Weidenau. Ereignisse dieser Art entwickelte sich im Laufe der nächsten 54 Jahre zu einer ernsthaften Bedrohung für Albernia. Den bald in Scharen ankommenden Ottas hatten die Fürsten von Albernia so gut wie nichts entgegenzusetzen. Bedingt durch inneralbernische Konflikte zwischen den Adeligen der Provinz und der mächtigen Stadt Havena konnte die albernische Flotte nie ausgebaut und in einen wehrhaften Zustand versetzt werden.

Im Jahre 119 erreichten die Raubzüge der Thorwaler ihren Höhepunkt. Immer tiefer drangen die kleinen und wendigen Ottas den Großen Fluss und den Tommel hinauf. Ob Elenvina oder Winhall, keine Stadt an den größeren Flüssen war mehr sicher. Da die Flusslandschaften schon bald vollständig ausgeraubt waren, zogen die Thorwaler von den Flüssen aus verstärkt ins Binnenland. Allein Honingen wurde in dieser Zeit dreimal überfallen und vollständig geplündert.

Diese massive Bedrohung sorgte für einen sich verstärkenden Widerstand Albernias. Entscheidend für den Erfolg waren mehrere Strategien:

  • Der erste Schritt zu einem organisierten und erfolgreichen Widerstand war die Errichtung von Wachtürmen entlang der Flüsse, Küsten und Erhebungen der Heide. Ausgestattet mit großen Rufhörner konnten sich die Siedlungen gegenseitig warnen und einen gemeinsamen Widerstand gegen die Thorwaler organisieren.
  • Ein weiterer Bestandteil der Abwehrstrategie entstand eher indirekt. Auch den Nordleuten waren die zahlreichen Sagen und Legenden über die Feen, Hexen und Druiden Albernias bekannt. Gemeinsam mit dem Wissen um den Fluch des Flussvaters wurde es für die abergläubischen Nordleute immer schwieriger Raubzüge zu organisieren.
  • Der nächste Schritt zum Sieg über die Thorwaler war die erfolgreiche Entwicklung des Neuen Reichs. Von Jahr zu Jahr wurden die Truppen des Neuen Reichs stärker und immer mehr Scharmützel mit den Thorwalern gingen siegreich für die Albernier und die Reichstruppen aus. Nur auf der See waren die Thorwaler immer noch die alles beherrschende Macht.
  • Somit war der letzte und entscheidende Schritt zum Sieg Albernias der massive Aufbau der kaiserlichen Westflotte. Schon bald ließen die Überfälle deutlich nach und ab dem Jahre 143 verlagerte sich die Tätigkeit der Thorwaler auf den Handel entlang der Küste.


Thorwaler Siedlungsphase von 143 bis 335

Nachdem der Widerstand Albernias und des Neuen Reiches immer stärker wurde, rechneten sich für die Thorwaler die Raubfahrten gen Albernia nicht mehr. Neben dem Handel entdeckten Sie nun eine weitere Möglichkeit zu Wohlstand zu kommen. Bedingt durch die Katastrophen der Dunklen Zeiten waren große Teile Albernias immer noch ohne Herr. Diesen Umstand machten sich nun einige Thorwaler Hetleute zu Nutze: Sie nahmen die Auen links und rechts des Großen Flusses in Ihren Besitz. Doch anstelle das Land wieder einmal auszubluten, nahmen Sie nur das was Sie benötigten. Im Laufe der Zeit gewannen Sie so das Wohlwollen der Bevölkerung und der Fürsten.

Ganz besonders sei hier auf den Hetmann Djannan der Drachenkopf hingewiesen. Als Anführer der Drachenkopf-Ottajasko nahm er für seine Leute das Land in der Nähe des Rodasch-Zufluss in Besitz und gründete den Ort Kyndoch. Von hier aus beherrschte die Ottajasko den Handel auf dem Großen Fluss und mehrte den Wohlstand des Umlands. Letztendlich wurde Djannan ui Bennain (thorwalsch für "der Kopf"), wie er sich selbst nannte, zum Verbündeten des Fürsten.

Trotz des Endes der Raubzüge und der friedlichen und erfolgreichen Besiedlung durch die Thorwaler war Albernia nicht vor Unheil gefeit. Im Jahre 162 kam es zu einer gewaltigen Flut, die das Land bis Ferdok unter Wasser setzte.

Doch abgesehen von der Flut und den Unruhen in den Nachbarprovinzen blieb es in Albernia ruhig. Die nordischen Siedler waren im Laufe von zwei Jahrhunderten treue Albernier geworden und kämpften tapfer und siegreich für Albernia. Am 4.TRA 291 versenkte Diudan ui Bennain, ein Nachfahre Djannans, mit seinem Schiff "Flusskönig" zwei thorwalsche Drachenboote. Auch in der Ersten Seeschlacht von Salza kämpfte besagter Duidan ui Bennain gemeinsam mit der Westflotte unter Admiral Vikos siegreich gegen die Thorwaler.

Dieser Sieg ermöglichte dem Neuen Reich die fast vollständige Eroberung der thorwalschen Territoriums. Kaiser Rude I. deklarierte das besetzte Gebiet zur Komturei Thorwal und ernannte im Jahre 292 Ozir von Winhall zum ersten Komtur (Statthalter). Albernia als Hauptnachschubgebiet für die Besetzung und anschließende Besiedlung der Komturei erlebt eine Blütezeit.

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Quellen

Offizielle Quellen

Am Großen Fluss
S.15