Schwertzug gegen Aeladan von Gemhar-Rabenmund (1030)

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Eine Beschreibung des Schwertzug gegen Aeladan von Gemhar-Rabenmund im Jahre 1030.


Er mordete seinen eigenen Vater. Er erschlug Geweihte der Zwölfe. Er brannte Tempel nieder. Mit Gift, Dolch und Lüge meuchelte er Ritter und Gelehrte, Adel und einfaches Volk. Von Intrigen in Niamor, über dunkle Ränke zu Feenquell, bis zum Schrecken von Bredenhag – vier Jahre hielt er Albernia in Atem. Doch nun frohlocket! Aeladan von Gemhar-Rabenmund, Priester des Gottes ohne Namen, schwarzer Ritter, Schrecken der Heide, selbsternannter Baron, Giftmischer und Vatermörder ist tot.

Sein Ende bereitete der Schwertzug von 1030, der unter dem Schutz der Kirchen der Zwölfe stand, die zu ihm aufgerufen hatten und für die Streiter Albernias mit Frau Isora zur rechten Zeit ein Waffenstillstand vereinbart hatten.

Am 20. Tage des Mondes Tsa 1030 Jahre nach Bosparans Fall stürmte so ein vereintes Heer des albernischen Adels die gemharsche Burg Nyallin. Einen ganzen Tag durchsuchten die Streiter der Zwölfe die Räumlichkeiten in und unter der Burg. Auch jagten sie die Anhänger des finsteren Aeladan, die sich in die Wälder abzusetzen suchten. In der Nacht vom 20. auf den 21. Tsa gelang es schließlich den Diener des Rattenkindes selbst aufzuspüren und zur Strecke zu bringen.

Dem Sturm auf Niallyn war eine viertägige Belagerung vorausgegangen. Das Heer des Schwertzugs hatte sich zunächst bei der Ortschaft Trauningen in Bockshag versammelt. In einer Wahl wurde Graf Bragon Fenwasian von Winhall zum Feldherrn gewählt und führte die Truppen nach Gemhar.

Erst nach harten Kämpfen konnte eine der Burg vorgelagerte Schanze als Voraussetzung für den späteren Sturm eingenommen werden. An anderer Stelle war es nur das beherzte Eingreifen des Barons Reto Gerbald Helman von Lyngwyn, welches den Feldherrn und seinen Stab davor bewahrte, einem Giftanschlag zum Opfer zu fallen. Doch welche Steine Aeladan seinen Gegner auch in den Weg legte – und es waren noch einige mehr – sie alle wurden überwunden. Niallyn fiel beim ersten Angriff.

Mit einer letzten List lenkte der Unselige die Aufmerksamkeit des Schwertzugs von der Burg in die Wälder und täuschte seine Flucht vor. Die Jagd durch das unwegsame Waldgebiet führte so manchen Recken an die Grenzen seiner Kräfte. Wer in der Burg zurückblieb, geriet bald in arge Bedrängnis. Wo immer in den Schatten von Mauern und Wänden Praios Schein nicht zu dringen vermochte, warteten Blutsauger in Scharen auf die ahnungslosen Eroberer Niallyns. Einige Streiter um die Barone von Nordhag, Altenfaehr und die Vögtin von Ylvidoch wurden gar in den Katakomben verschüttet und mussten sich aus eigener Kraft befreien. Langsam erst offenbarte sich der Plan Aeladan . Er hatte die Burg nie verlassen. In den Kellern, sorgsam verborgen selbst vor aufmerksamen Blicken, hatte er eine große Brut von Blutsaugern als seine Diener erschaffen. Nichts Geringeres war nun sein Streben, als mit unheiliger Kraft Praios Auge zu verdunkeln und seine Kreaturen an die Oberfläche zu schicken. Den versammelten Adel ins Verderben reißend hätte sich nichts mehr seiner Macht und Herrschaft widersetzen können.

Am Ende aber konnte keine List den Vatermörder retten. Seine Pläne wurden entdeckt, die Keller gestürmt. Mit der Macht der Zwölfe an ihrer Seite erschlugen die Schwertzügler auch noch die letzte unheilige Kreatur. Erst die Diener, dann der Herr: Aeladan von Gemhar-Rabenmund ist ein für alle Mal vernichtet. Nur ein Tropfen der Bitterkeit mischte sich in diesen Triumph. Denn der Ritter der schwarzen Distel Adran von Blauenburg, welcher als erstes die Klinge gegen den Abscheulichen erhob, bezahlte seinen Mut mit dem Leben und fiel.

Es verbleibt noch anzumerken, dass der Waffenstillstand, welcher für die Zeit des Schwertzugs ausgerufen, nun aufgehoben ist. Unter den Streitern des Schwertzugs waren auch die Barone Irian von Tandosch und Ansbrecht von Quakenbrück aus den Nordmarken, sowie die Edle Amanda Lenthil und der Ritter Ingban von Krotenau aus Frau Isoras Gefolge, die rasch nach dem Ende des Kampfes zurückreisten.

irdischer Hinweis

Teile der geschilderten Ereignisse wurden im Rahmen des Albernia-Konventes 2007 auf der Tannenburg live ausgespielt.