Orbatal (Stadt)

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Orbatal
Region: Abagund
Typ: Stadt
Einwohner: 900
Bürgermeister: Helme Thorbarson
Lehnsfolge: Albernisches Fürstenhaus
Gasthöfe: Goldener Hahn, Tobrischer Herzog, Schwarze Perle u.a.
Handel: bedeutender Markt
Handwerk: diverse
Tempel: Peraine, Phex, Rahja
Schreine: Travia, Boron
Truppen: Stadtwache
Besonderes: Das Haus des Patriziers
In der Nähe:
Maradom
Pfeil-Nord-Grau.png
Weidbrück Pfeil-West-Grau.png Orbatal Pfeil-Ost-Grau.png Rekerdoch
Pfeil-Süd-Grau.png Pfeil-Südost-Grau.png
Burg Niriansee Gut Orbatal
Mit freundlicher Genehmigung der
Ulisses Spiele GmbH






Die Stadt Orbatal ist der größte Handelsplatz in der Region. Waren aller Art aus allen Himmelsrichtungen finden ihren Weg hier in alle Himmelsrichtungen. Die Bewohner der Stadt verdienen ihren Lebensunterhalt vornehmlich mit Handel, aber es gibt auch viele Handwerker und Tavernenbesitzer hier. Die Region um die Stadt herum ist auch die mit Abstand am dichtesten besiedelte Ecke dieses Landstrichs.

Orbatal war aufgrund seiner wirtschaftlichen Bedeutung schon bald nach seiner Gründung zu wichtig, um die Siedlung ungeschützt zu lassen. Daher hatte man schon bald mit dem Bau einer Holzpalisade begonnen, die unter der Herrschaft der Ulamanen zu einer richtigen Stadtmauer ausgebaut wird. Doch inzwischen ist auch diese Begrenzung zu eng geworden, so daß sich schon ein ansehnliches Viertel ausserhalb der Stadtmauer angesiedelt hat.

Der Hauptplatz von Orbatal ist der ziemlich im Zentrum der Stadt gelegene Marktplatz, auf dem regelmäßig die Bauern der Umgebung ihre Waren feilbieten, genauso wie die vielen durchreisenden Händler, die auf ihrem Weg nach oder von Havena eine weitere Gelegenheit zum Geldverdienen natürlich nicht auslassen. Das größte Gebäude der Stadt ist das Versammlungshaus, daß die ersten thorwaler Siedler hinterlassen haben. Daher hat es auch die typische Langhausform des Seefahrervolkes. Bis heute wird es noch gerne und regelmäßig genutzt, nicht nur für offizielle Anlässe sondern auch für allerlei Festivitäten bis hin zu großen Hochzeiten.

Die anderen Häuser um den Marktplatz herum sind entweder Stadthäuser reicher Kaufmanns- oder Viehzüchterfamilien oder Tavernen und Hotels der besseren Sorte, so wie zum Beispiel der „Goldene Hahn“, eine sehr gute Taverne, die schon seit langem im Besitz der Familie Torbenston ist. Eine gutbürgerliche albernische Küche trifft sich hier mit einem der besten Weinkeller in ganz Orbatal. Oft treten abends Barden, Sänger oder Schauspieler auf, um die Gäste zu unterhalten.

Eine der billigeren Herbergen, wenn gleich auch keine Kascheme, ist das Gasthaus „Tobrischer Herzog“ nahe des Stadtrandes. Ein tatkräftiger Tobrier mit Namen Alrico Kref, welcher mit seiner Familie und vielen anderen Flüchtlingen vor einigen Götterläufen hierher gekommen war, hatte mit viel Fleiß, aber auch Unterstützung der Stadtväter einem verlassenen und verfallenen Haus zu neuem Glanze verholfen und eine mittlerweile florierende Gaststube eröffnet. Der hochgewachsene und schwarzgrau gelockte Mundschenk mit einem sehr breiten tobrischen Akzent bemüht sich redlich, gutes Essen und gutes Bier zu nicht zu teuren Preisen zu verkaufen. Man findet in seinem Gasthaus vornehmlich viele Tobrier, die hier ein Stückchen ihrer Heimat wieder zu finden glauben.

Ein weiteres erwähnenswertes Gasthaus für alle, die das exotische lieben, ist die „Schwarze Perle“. Die Besitzerin, Ahmanedia saba Riuahana, stammt angeblich aus dem weit entfernten Süden Deres, wo sie von ihrer Familie als Courtisane an einen reichen Händler aus den Nordlanden verkauft worden sein soll. Es heißt, sie habe fliehen können, manche munkeln auch, sie hätte ihren Besitzer ermordet, um frei zu kommen. Egal, was an diesen Geschichten dran ist, Frau Riuahana hat sich vor einigen Jahren in Orbatal niedergelassen und die Schwarze Perle eröffnet. Verschwenderische, tulamidisch wirkende Inneneinrichtung und so manch exotisches Gericht kann man hier finden, wenn auch die momentane schwierige Lage die Nachschubwege deutlich geschwächt hat. Die Betten und Zimmer sind sauber, die Preise allerdings durchaus etwas teurer.

Ebenso am Marktplatz zu finden ist der Tempel der Herrin Peraine geführt von der Geweihten Deidre Perainetreu von Botzenberg. Es gibt noch einen Schrein für die gütige Herrin Travia in der Nähe des Osttores, und ausserhalb der Mauern gibt es auf dem Boronanger einen Schrein des Stillen Herrn. Es heißt aber, es gäbe sogar einen Tempel des Herrn Phex, nur ist dieser bisher nicht öffentlich in Erscheinung getreten. Dagegen genießt der Rahjatempel von Orbatal, der ein wenig ausserhalb der Stadtmauern liegt, größere Aufmerksamkeit...

Doch so sauber, anständig und brav das tagliebende Volk von Orbatal sich auch gibt, so gibt es selbst hier, in diesem idyllischen Derefleckchen, eine dunkle, geheime Seite, verborgen unter dem Deckmantel der Tugendhaftigkeit. Nur schwer ist es, den Zugang zu den Menschen zu finden, die über die entsprechenden Kontakte verfügen und alles, was über diese Seite Orbatals bekannt ist, ist mehr oder weniger eine große Ansammlung von Gerüchten und Mutmaßungen. So soll es zum Beispiel ein weiteres, ganz besonderes Etablissement geben, das für Eingeweihte, für diejenigen, die die entsprechenden Empfehlungen mitbringen, oder auch mit genügend Geld an den richtigen Stellen großzügig sind, so manch Überraschung bereit hält. Man munkelt hinter vorgehaltener Hand, daß man sich im 'Haus des Patriziers' bei entsprechend angenehmer Gesellschaft die ganze Nacht lang in nur allen erdenklichen Möglichkeiten verwöhnen lassen und sich von den Strapazen einer langen Reise erholen könne, oder auch nur von der Gesellschaft der ungeliebten Gattin oder des ungeliebten Gatten. Hier könne man seine geheimsten Wünsche und dunkelsten Triebe ausleben, wenn man denn nur bereit ist, entsprechend dafür zu bezahlen. Doch natürlich wird niemand in Orbatal offen zugeben, daß es dieses Haus gibt, geschweige denn, es schon einmal besucht zu haben....

Je weiter man sich vom Orbataler Marktplatz entfernt, umso weniger nobel werden die Häuser, bis man an der Stadtmauer ankommt, wo sich diejenigen angesiedelt haben, die wenig bis gar nichts besitzen und als Tagelöhner arbeiten.

In Orbatal gibt es viele Handwerker, die gutes Geld an den vielen Reisenden und Händlern, die durch die Stadt kommen, verdienen. Jede Handwerkerzunft, vom Zimmermann über den Bäcker bis hin zum Schmied hat ihren eigenen Bereich in der Stadt. Die Handwerker halten die Traditionen ihrer Zunft mit Stolz hoch. Gerade dadurch erlebt Orbatal oft große Feste, die viele Besucher anziehen.

Mittlerweile wird der vormals ruhige Platz an der Linde, an welchem sich das Handelhaus befindet, immer belebter und von dem ruhigen Platz, an dem sich einige alten Bürger Orbatals ausruhten, ist schon jetzt nichts mehr zu spüren. Vielmehr geht eine Stimmung des Aufbruchs von dem neuen Handelshaus aus, welches nun beginnt seine Geschäfte aufzunehmen.

Außerhalb der Stadt leben inzwischen viele Flüchtlinge und sonstige neu Zugezogenen, die sich angelockt vom guten Ruf der Stadt hier ein neues Leben aufbauen wollen. Das bringt natürlich ab und an Probleme mit sich, gerade mit den Tagelöhnerfamilien, die die Neuen als Konkurrenz um die begehrten Arbeiten betrachten. Den Reichen wiederum kann es nur recht sein, möglichst viele billige Arbeitskräfte zu haben...

Was den Krieg mit den Nordmarken angeht, so ist diese Stadt durchaus zwiegespalten zu nennen. Viele gerade der "Ur"albernier sind natürlich auf Seiten der Königin, doch mehren sich auch die Stimmen der Händler, besonders der zugezogenen, die über die schlechten Geschäfts jammern. Doch da die Baronin Samia ni Niamad unbestritten königinnentreu ist, bleibt ihnen wohl keine andere Wahl, als sich zu fügen. Vorerst, vielleicht nur.

Der Waffenstillstand, der auf Burg Fergardh zwischen den Nordmärkern und Albernia ausgehandelt worden war, zeigte bereits in den Tagen des Peraine 1031BF erste merkantile Früchte: Das Angbarer Handelshaus Markwardt (Mitglied des Albenhuser Bundes) begründet in der Stadt Orbatal eine neue Niederlassung unter der Führung der Handelsfrau Germhild Markwardt. Die Nichte des Oberhauptes der Familie und des Handelshauses Odardo Markwardt kam in Gesprächen mit Baronin Samia kamen recht schnell zu einer Übereinkunft und die Baronin vermochte es auch dem Handelshaus ein geeignetes Gebäude zum Aufbau des Kontors anzubieten. Das zentral an der durch die Stadt führende Reichslandstraße gelegene, aber dennoch leer stehende Gebäude fand sehr schnell den Zuspruch von Frau Markwardt, die augenscheinlich sehr angetan war von dem Anwesen, an dem nur recht wenige Reparaturen und Umbauten vorgenommen werden mussten. Die Aufträge hierzu wurden - zum Wohlgefallen der lokalen Handwerker - schnell an diese vergeben. Derweil sind die Handwerker noch immer fleißig damit beschäftigt das Innere des Hauses umzubauen, das Fachwerk zu reparieren und dem Fuchs gefällige Verzierungen anzubringen.


verwandte und weiterführende Artikel

Die wichtigsten Siedlungen in Orbatal
Beschreibung weiterer Ortschaften in Orbatal


Quellen

Offizielle Quellen

Am Großen Fluss
S.56 (Regionalbeschreibung)
S.191 (Legende um Orba Mhors Grab)