Konflikt zwischen Altem und Jungen Adel

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Dieser Konflikt schwelt primär zwischen dem Uradel des Landes und den Flussdrachen, sowie ihren Vasallen. Der Streit geht zurück auf eine Neuverteilung von Gütern in den ersten Jahren unter Niamad ui Bennain und ist zudem vermengt mit Vorurteilen beider Seiten.

Historischer Hintergrund

Der heutige Uradel war erstarkt aus den Dunklen Zeiten heraus getreten. Den machtlosen Ulamanfürsten blieb kaum anderes übrig, als den Großen des Hinterlandes jene Freiheiten zu belassen, welche sie sich während ihres Aufstiegs erkämpft hatten. Die Familien ließen sich bereitwillig in das neu entstehende Lehnssystem integrieren und durften dafür, in auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenen Grafschaften, weitgehend unabhängig von Havena herrschen.
Für diese alten Familien war die Ulamanzeit über lange Jahrzehnte geprägt durch den Abwehrkampf gegen einfallende Thorwaler. So war auch das Verhältnis zu jenen Thorwalern, die um das Jahr 150 begannen, mehr oder weniger friedlich, entlang des Großen Flusses zu siedeln stets schwierig.

Nach über drei Jahrhunderten endete die Herrschaft der Ulaman abrupt. Die Priesterkaiser übernahmen die Kontrolle und dies brachte auch die Macht der großen alten Familien ins wanken. Die Stärke vieler alter Häuser basierte entscheidend auf Pakten mit der Feenwelt. Einigen der Familien sagte man zu jenen Zeiten sogar eine religiöse Verehrung der Feen nach. In den Augen der Praiospriester waren diese Feenpakte reine Ketzerei.
Das einzige Adelshaus welches nicht eng mit der Feenwelt verbunden war, das Haus Stepahan, stand dafür aufgrund seines strikten Rondraglaubens in wütender Opposition zu den Praiosgeweihten.

So waren die ersten Jahrzehnte der Priesterkaiserzeit durch verbissene Kämpfe zwischen Sonnenlegionären und den Streitern des Uradels gekennzeichnet. Schließlich unterlagen die alten Häuser. Das Haus Krustan und andere wurden vernichtet. Stepahan, Fenwasian, Crumold und Herlogan gelang es die Priesterkaiserzeit schwer angeschlagen und ausgeblutet zu überstehen.
Erst die folgende Rohalszeit führte zu einer langsamen Erholung und Stabilisierung, doch kontrollierten die Familien bis zum Ende der Rohalszeit nur noch Bruchteile der Ländereien, welche zu Ulamanzeiten unter ihrem Befehl gestanden hatten. Die großen Familien hielten immer noch ihre Grafentitel, ihre wirkliche Macht genügte diesen Ansprüchen jedoch nicht mehr.

Dann kamen die Magierkriege mit ihren umwälzenden Schrecknissen und dem überraschenden Sturz der Havener Magier durch den Hetmann Niamad ui Bennain. Der Hetmann nutzte die Gunst der Stunde und griff mit seinen Kampfgefährten nach der Macht. Mit der bald daurauf folgenden Bestätigung durch den Garether Kaiser, war ein neues Albernisches Fürstengeschlecht etabliert.

In den ersten Jahren der Bennain-Herrschaft erfolgten umfangreiche Um- und Neuverteilungen von Gütern und Titeln. Gefolgsleute und Freunde des Hetmanns und seiner Kinder profitierten hierbei massiv. Eindeutiger Verlierer aber waren die Großen Alten, welche nun jene Ländereien über die sie zwar nominell noch geboten, über die sie tatsächlich aber keine Gewalt mehr hatten, verloren. Zur besonderen Verärgerung der alten Familien verfügte Niamads Nachfolgerin, die Fürstin Marhada ni Bennain, auch eine Neuordnung der Grafschaftsgrenzen. Wie um dadurch klarzustellen, dass die alten Zeiten und Begehrlichkeiten keine Bedeutung mehr hatten. Die heutigen Grafschaftsgrenzen Albernias rühren aus jener Zeit.

Am Ende dieser Entwicklung waren die alten Familien auf ihre Stammländer und eher unwirtliche Grenzregionen zurückgedrängt worden, während die Sippschaft der Flussdrachen die ertragreichen Ländereien und Lebensadern des Landes kontrollierte. Bei den alten Familien vermengte sich die Wut über diesen Land- und Machtverlust mit den alten Abneigungen gegenüber raubfahrenden Thorwalern. Ein Jahrhunderte überdauernder Konflikt war geboren, der bis heute immer wieder in unterschiedlichster Intensität aufflammt.


Auswirkungen auf die Alten Häuser

Die Umverteilungen benachteiligten vor allem die Häuser Herlogan und Stepahan. Kaum beeinflusst wurde dagegen das Machtgefüge der Fenwasian, was vorallem daran liegen mochte das die wirtschaftliche Bedeutung Winhalls gering ist und der neue, magiefeindliche Fürstenhof dem Mysterium der Feenwälder mit skeptischen Unbehagen gegenüberstand. Dies erklärt möglicherweise eine vergleichsweise größere Nähe der Fenwasian zum Fürstenhof, so war z.B. Elron Fenwasian, bis zu seinem Tod im Jahr 1034, lange Jahre Primus der Kronenritter. Eine ähnlich enge Zusammenarbeit mit der Krone findet man von Seiten der anderen Häuser selten. Eine Ausnahme ist z.B. der Markvogt Ardach Herlogan, der allerdings vom Rest seiner Familie kritisch beäugt wird und kaum noch feste Verbindungen zur alten Familientradition hat.