Herrschaftszeit der Ulaman (1 v.BF - 338)

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Bei ihrem sagenumwobenen Besuch in Havena gründete Hela-Horas die zweite Albernische Herrscherdynastie. Der ehemalige Kommandant der Stadtwache Egtor Ulaman wurde zum neuen Fürsten erhoben und sollte diesen Titel an seine Nachkommen vererben. Nach langen Jahrhunderten der Führungslosigkeit bekam Albernia so wieder einen Provinzherrscher.

Egtor überstand den bald folgenden Zusammenbruch des Bosparanischen Reiches unbeschadet. Die Familie Ulaman besaß zu dieser Zeit keinen nennenswerten Landbesitz, Quellen sprechen von einer einzelnen Burg.

Während sich die Aufmerksamkeit der Garether Kaiser in der folgenden Zeit vor allem gen Osten wandte, mussten sich Egtor und seine Nachfolger mit mehreren mächtigen Familien gut stellen, welche sich im Lauf der Dunklen Zeiten im Albernischen Hinterland durchgesetzt hatten. Die Reformen des Brigon-Horas wurden in der frühen Phase der Ulaman-Zeit umgesetzt und das Lehnssystem mit seinen heute bekannten Strukturen entstand. Das Wohlwollen der großen Familien des Hinterlandes erkaufte sich Egtor Ulaman dabei durch die Ehrung und Erhebung der mächtigen Familienoberhäupter. So entstanden Grafschaften unter Herrschaft der Häuser Stepahan, Herlogan, Krustan und Fenwasian. Diese großen Familien waren in ihrer Machtausübung weitgehend unabhängig von den Weisungen der Fürsten, welche sich in den kommenden Jahrzehnten als als wahre Meister in der Kunst der Anlehnung an die Mächtigen erwiesen.

Überschattet wurde die Ulaman-Ära durch Überfälle von Thorwalpiraten, welche zwischen den Jahren 89 und 291 immer wieder mit ihren wendigen Ottas über die Flüsse bis tief ins Landesinnere vorstießen. Nachdem die Nordleute endlich besiegt worden waren, diente Albernia während der Besetzung des Thorwalschen Territoriums als Nachschubgebiet, was für einen wirtschaftlichen Aufschwung sorgte. In diese Zeit fällt auch die friedliche Ansiedlung einiger Thorwaler Familien im Umland des Großen Flusses, unter ihrem Hetmann Djannan Drachenkopf, dem Stammvater des heutigen Herrscherhauses Bennain. Der jahrzehntelange Abwehrkampf gegen die einfallenden Nordleute ist wiederum prägend für das Selbstverständnis der heutigen uralten Adelshäuser und eine der Ursachen für den gegenwärtigen Konflikt zwischen Altem und Jungen Adel.

Die Ulaman-Fürsten hielten sich über 300 Jahre an der Macht. Erst der Aufstieg der Priesterkaiser setzte ihrer Herrschaft ein Ende. Egtor II. wurde am 2. Rahja 338 durch den Wahrer der Ordnung abgesetzt. Seine Tochter und Erbin wurde als Ketzerin auf dem Scheiterhaufen verbrannt, die Dynastie Ulaman damit ausgelöscht.