Havena

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Havena
Havena (Lage)
Region: Küste und Inseln
Typ: Stadt
Einwohner: 30000
Stadtvogt: Ardach Herlogan
Lehnsfolge: Albernisches Fürstenhaus
Gasthöfe: Taverne 'Esche und Kork', Hotel 'Havenapalast', Schenke 'Oase der 1000 Freuden'
Handel: Provinzhauptstadt, mehrere Marktplätze, mehrere Häfen
Handwerk: vor allem auf Seefahrt bezogen, diverse Kontore und Werften
Tempel: Efferd, Praios, Rondra, Travia, Peraine, Phex, Rahja, Hesinde, Ingerimm, Boron, Tsa
Truppen: Fürstliches Leibregiment, Ritter der Krone, Stadtgarden, Seekrieger
Befestigung: Stadtmauer
Besonderes: Fürstenpalast, Prinzessin-Emer-Brücke, Unterstadt, Kriegerakademie Ruadas Ehr, Reichsmünze, Wachsfigurenkabinett, Redaktionssitz der Havena Fanfare
In der Nähe:
Duhnhus Dela Muhrwick
Pfeil-Nordwest-Grau.png Pfeil-Nord-Grau.png Pfeil-Nordost-Grau.png
Leuchtturm Pfeil-West-Blau.png Havena Pfeil-Ost-Grau.png Moorburg
Pfeil-Südwest-Grau.png Pfeil-Südost-Grau.png
Schloss Feenquell Gwydin
Angaben von: ING 1035
Mit freundlicher Genehmigung der
Ulisses Spiele GmbH






Havena ist die stolze Hauptstadt Albernias, die älteste Stadt der Provinz, der Ort Eurer Geburt. Es ist auch der Ort der Geburt Eurer Mutter und ihrer Schwester der Reichbehüterin Emer, der größte und wichtigste Hafen des Mittelreiches an der Westküste. Es verfügt sogar über mehrere Häfen für Fischer, Händler und Kriegsschiffe, beherbergt Adlige und ihre Paläste, Handelsherren und ihre Kontore, Dichter, Künstler und Gelehrte in seinen Mauern. Und dennoch ist das Havena von heute nur noch ein trauriger Schatten seiner einstigen Größe und Macht.
(Worte des Lehrers Malachias ui Gial an den Kronprinzen Finnian ui Bennain)


Als vor über 300 Jahren das Große Seebeben die Stadt verwüstete, haben nur sieben im heutigen Osten gelegene Viertel der alten Stadt bis in die heutige Zeit überdauert. Diese sieben Viertel der Fischerort, die Krakeninsel, die Marschen, Nalleshof, das Orkendorf, der Südhafen und die Boroninsel bilden die heutige Altstadt Havenas. Mit der Neustadt sind bis heute nur drei neue Viertel, die Feldmark, Oberfluren und Unterfluren hinzugekommen.

Naturgemäß nutzen die Küchen der Havener zu einem wesentlichen Teil Meeresfrüchte aller Arten. Dieser Bedarf wird fast vollständig über den Hafen von Fischerort gedeckt. Wäre nicht der riesige Fischmarkt und stünde hier nicht der mächtige Efferdtempel, würde wenig dieses Viertel von einem blühenden aber einfachen Fischerdorf unterscheiden. Die Einwohner nutzen die engen Straßen, das Hafengelände und die eigene Türschwelle als Platz für handwerkliche Arbeiten. Hier werden Netze getrocknet, Seile gedreht und Segel geflickt. Unzählige Möwen werden von umher liegenden Fischresten angezogen, deren Gestank nichts für feine Nasen ist. Die Pfeife im Mund treffen sich die Fischer auf ein Schwätzchen am Kai, wo mancher auch gleich seinen Fang losschlägt. Kinder tollen über die Straßen und aus einfachen Schenken tönt fröhliche Musik.


Herrschaft und Politik

Zwar ist Havena auch Sitz des Fürstenhauses, dieses überlässt die Alltäglichkeiten der Stadtverwaltung allerdings dem langjährigen Stadtvogt Ardach Herlogan. Dieser hält sich allerdings meist ebenfalls aus den Alltagsgeschäften heraus und lässt die beiden für die Stadtverwaltung zuständigen Räte in Ruhe arbeiten. Diese beiden Kammern, der Ältestenrat und der Rat der Kapitäne bestehen seit Jahrhunderten. Der Ältestenrat setzt sich aus 35 achtbaren Bürgern der Stadt zusammen, welche sich um Stadtplanung, Handel und Verkehr kümmern. Der Kapitänsrat besteht aus 10 verdienten Kapitänen, seine Befugnisse beschränken sich auf den Seehandel und die Hafenverwaltung.

Die Residenz des Stadtvogts liegt in Sichtweite des Fürstenpalastes, auch der Ältestenrat tagt nahebei im Stadthaus am Hal-Platz. Der Rat der Kapitäne hält seine Sitzungen auf der anderen Seite der Stadt, in der Seekadettenschule im Binnehafen ab.


Tempel und Kulte

Abgesehen von Firun ist jeder der Zwölfgötter in Havena mit einem Tempel vertreten.

Efferd ist der Schutzgott der Stadt, dem Herrn von Wind und Wogen kann man in Havena gleich in zwei Tempeln huldigen. Die Stadt ist durch Efferds Gnade groß geworden, sie wurde durch seinen Zorn aber auch schrecklich gestraft. Der launische Gott ist in Havena allgegenwärtig, er wird nicht nur von Fischern und Seefahrern verehrt, auch Havener Kaufleute, die ihre Geschäfte nicht selten über den See- und Flusshandel beteiben, bitten eher Efferd um gute Geschäfte, als Phex, welcher in Havena eher als Gott der Diebe und der Nacht betrachtet wird. Selbst die Toten werden meist Efferds Element übergeben, während man dem Boron-Kult in der Stadt eher abergläubisch betrachtet.

Mit dem Wahrer der Ordnung Greifenlande und der Meisterin des Bundes der Senne West sind Praios- und Rondrakirche mit zwei Metropoliten in der Stadt vertreten. Besonders die Praioskirche ist hin und wieder versucht, stärkeren Einfluss auf die Stadtpolitik zu gewinnen, was sie regelmäßig mit der selbstbewussten Efferdgeweihtenschaft aneinandergeraten lässt.

Mystische Wesen und bedeutende Artefakte

Der Alte Efferdtempel birgt gleich zwei Besonderheiten. Zum einen ist dies die Efferdperle, welche den Gläubigen an jedem Wassertag präsentiert wird. Zum anderen liegt unter dem Tempel die Kaverne der Drachenschildkröte Lata, welche Havena vor den Schrecken der unheiligen Untiefen schützen soll.

Am Praios-Tempel ist eine mechanische Uhr angebracht die einst von Leonardo der Mechanicus geschaffen wurde. Das Ziffernblatt stellt eine zwölfstrahlige goldene Sonne dar, die Symboltiere der Zwölfe zeigen die Stunden. Zu jeder vollen Stunde tritt eine hölzerne Kapelle aus dem Uhrwerk und ein Glockenspiel ertönt.

Wehr und Waffen

Havena unterhält etwa 80 Stadtgardisten. Dazu kommen noch 20 Gardisten des Stadtvogts, die an ihren schwarzgrünen Wappenröcken erkenntlich sind. Sie sind für ihr hartes Durchgreifen berüchtigt und aufgrund diverser Sonderrechte bei den normalen Gardisten unbeliebt.

Das Fürstliche Leibregiment, welches für den Schutz des Palastes und der Fürstlichen Beamten zuständig ist, ist in der Garnison in Oberfluren stationiert. Auch die Ritter der Krone sieht der Havener oft im Umfeld der Fürstlichen Familie, oder ihrer Räte und Beamten.

Die Seekrieger, welche sich um die Sicherheit im Deltagebiet und auf dem Fluss bemühen, haben ihre Garnison im Binnehafen.


Magie

Seit der Tyrannei der Magiertyrannen, welche durch den legendären Niamad ui Bennain im Jahre 599 BF niedergerungen wurden, stehen die Havener jeglicher Zauberei mit Misstrauen gegenüber. Niamads Bruder Ulbert ui Bennain - erster Vorsteher des damals neu gegründeten Rats der Kapitäne - setzte ein Magieverbot durch, welches in abgeschwächter Form bis heute besteht und unerbittliche Anwendung findet.

So ist heute jegliche Anwendung von Zauberei oder Alchemie nur dann erlaubt, wenn sie keine Gefahren für Güter oder Personen heraufbeschwört. Was gefährlich ist, das unterliegt dabei oft der Interpretation und Laune der Stadtgarde. Schon bei der Einreise werden verdächtig aussehende Personen sorgfältig auf mitgeführte Alchemika untersucht.

Fest- und Feiertage

Folgende Tage sind für die meisten Bewohner Havenas bedeutende Festtage:

  • 1. Efferd: Wasserfest, Umzüge durch die Stadt
  • 30. Efferd: Fischerfest
  • 1. Boron: Nacht der Ahnen, Gedenken an Verstorbene
  • 21. Peraine: Tag der Befreiung, Niamad ui Bennains Sieg über die Magier
  • 16. Ingerimm: Tag der Flut, Schweigestunden und Opferzeremonien


Bedeutende Personen der Stadt

Fürstenhof


Stadtverwaltung

Ältestenrat

Rat der Kapitäne


Geweihte

Havenas Stadtteile

Neustadt

Oberfluren

Oberfluren ist das prächtigste Viertel Havenas. Hier steht der Fürstenpalast, die Residenz des Stadtvogts, das Rathaus der Stadtältesten und das Immanstadion. Hier liegen die meisten Häuser der Reichen und Mächtigen der Stadt, die Residenzen des Adels und der Gesandten. Die Straßen sind breit, ausnahmslos gepflastert, beleuchtet und in gepflegtem Zustand. Wöchentlich werden sie gereinigt und nirgends werden sie besser bewacht. In Oberfluren stehen die besten Hotels und Gasthäuser der Stadt, doch sind des nachts die Gassen wie leergefegt. Dafür dringt häufig Musik und warmes Licht aus den großen Villen, wenn die dort Wohnenden ihre Bälle und Empfänge veranstalten. Mit dem Hafen und der Seefahrt haben hier die meisten allerdings wenig am Hut. Der Hafen ist fern und das städtische Leben erinnert eher an die Pracht Gareths, denn an das bunte Treiben einer Hafenstadt.

Unterfluren

Ganz so prächtig wie in Oberfluren geht es in Unterfluren nicht zu. Hier leben Handwerker, Bürger und Händler mit mittlerem Wohlstand. Niemand hier ist arm, doch nur wenige sind wirklich reich. Das gesellschaftlich Klima des Viertels ist zwar etwas kleinbürgerlich, mit Seefahrt haben die wenigsten zu schaffen. Doch Fremde sind nicht nur bei Schankwirten und den Krämern gern gesehen. Viele Auswärtige und Ausländer haben sich hier niedergelassen und freuen sich über Nachrichten aus der großen weiten Welt.
Das Angebot an Handwerkern und Gasthäuser ist in Zahl und Qualität überzeugend und bezahlbar, so dass es sich hier im großen und ganzen gut aushalten lässt.

Feldmark

Die Feldmark ist ein ehemaliges Bauerndorf, das sich mit dem Neubau der Stadtbefestigungen auf einmal innerhalb der Mauern wieder fand. Die Planer von damals hatten Havena ein großzügiges Wachstum vorhergesagt und mit dem Neubau der Mauer dem Stadtgebiet viele unbebaute Felder und Wiesen hinzugefügt. Ihre Erwartungen wurden jedoch enttäuscht und so hat sich die Feldmark ihren ländlichen Charme bewahren können. Bis heute wohnen hier Bauern in ihren Höfen, weiden hier Pferde und Schafe und werden Feldfrüchte angebaut. Durch das Südtor kommen auch Bauern aus der Umgebung in die Stadt, um ihre Waren auf den Märkten zu veräußern.
Neben den Landleuten haben sich in den letzten Jahren in der Feldmark auch viele Handwerker niedergelassen. Neben einigen Windmühlen entstanden Färbereien, Gerbereien, Manufakturen zur Tuchverarbeiten und diverse Werkstätten. Gerade die Stoff- und Lederverarbeitung bringt unangenehme Gerüche mit sich, die dafür sorgt, dass sich nur selten vornehme Leute in dieses Viertel verirren. Baugrund ist hier noch immer günstig und in den bäuerlichen Gasthäusern ist das Essen preiswert und reichlich.


Altstadt

Krakeninsel

Die kleine Krakeninsel mit ihren engen verwinkelten Gassen und hohen Giebelhäuser ist die Heimat der ältesten und traditionsbewußtesten Havener Patrizierfamilien. Die meisten hier sind Fischer, doch auch einige Handwerker und einfachere Händler leben hier. Die Straßen halten sie sauber, die Häuser sind stets ordentlich gekalkt und schmucke Schnitzereien verzieren die Balken des dunkel geharzten Fachwerks. Die Bewohner sind jedoch auch für ihre ausgeprägte Altertümelei bekannt. Fremde haben es hier nicht leicht. Sittenstrenge, züchtige Kleiderordnungen und ein kompliziertes altmodisches Zeremoniell halten zahlreiche Fettnäpfchen bereit.
Die Tracht der Bewohner besteht aus dunklen, wollenen Hosen und einem weißen Hemd. Immer Winter werden dazu blaue Wolljacken getragen und an Festtagen kommen schwarze Schnallenschuhe und breitkrempige Schifferhüte hinzu. Ebenfalls fester Bestandteil der Ausstattung jedes erwachsenen Einwohners ist eine kurze dickstielige Pfeife mit denen sie ein billiges Kraut rauchen.

Marschen

In den Marschen leben reich und arm eng beieinander. Der Süden des Viertels grenzt an das berühmt berüchtigte Orkendorf und ist von diesem nur schwer zu unterscheiden. Dreiste Räuber wagen sich immer wieder hierhin vor und sorgen - allen Beschwerden der Bürgerschaft zum Trotz - dafür, dass dieser Teil des Viertels nicht zu den sicheren Gebieten Havenas zählt. Die meisten Gebäude stammen noch aus der Zeit vor dem großen Seebeben. Ihre Bewohner kümmern sich um einen sauberen und ordentlichen Zustand, doch immer wieder kommt es zu Einstürzen der baufälligen Halbruinen. Weiter im Norden rund um den Rahjatempel haben sich jene Bürger angesiedelt, die es zu einem bescheidenen Wohlstand gebracht haben. Viele von ihnen stehen auch dem Kult der Rahja nahe. Der äußerste Osten schließlich liegt nicht weit vom königlichen Palast entfernt. Daher haben einige reiche Patrizier hier ihre Stadtresidenzen.

Nalleshof

Nalleshof heißt das bunte und lebhafte Gebiet am Havener Seehafen. Die Gassen sind verwinkelt, die Häuser stehen eng – äußerlich erinnert die Szenerie an das benachbarte Orkendorf. Doch die Stimmung macht Nalleshof unverwechselbar. Die Nalleshofer sind weltoffen und tolerant. Merkwürdige Gestalten ist man hier gewohnt. Die Sprache der Einheimischen ist voll von seemännischen Begriffen und Lehnwörtern aus allen erdenklichen Sprachen. Tätowierte Seeleute torkeln betrunken durch die Gassen, stets in Gefahr in die Arme einer leicht bekleideten Dirne oder in eine offene Tavernentür zu fallen. Kramläden und Herbergen, Tavernen, Freudenhäuser und Spielhöllen reihen sich gleich straßenzugweise aneinander. Sie alle leben von der Heuer der Seeleute und wollen es den „Rittern vom Meer der Sieben Winde“ möglichst leicht machen, sich ihr Gold aus der Taschen ziehen zu lassen. Nalleshof ist kein reicher Stadtteil, aber vielleicht der fröhlichste in Havena.

Orkendorf

Der Stadtteil Orkendorf ist Havenas Schandfleck. Hier leben die Ärmsten der Armen, hier findet lichtscheues Gesindel seine Zuflucht und hier herrscht allein das Recht des Stärkeren. Die Gebäude in Orkendorf stammen noch aus der Zeit vor der Großen Flut. Sie stehen eng beieinander, reihen sich zu einem unübersichtlichen Gewirr von Gassen und sind zu großen Teilen vom Einsturz bedroht. Orkendorf ist dreckig. Fäkalien von Mensch und Tier werden wie jeder andere Unrat achtlos auf die Straße gekippt. Die Kanalisation aus besseren Tagen funktioniert schon lange nicht mehr und dient nun Ratten und Verbrechern als Unterschlupf. Die meisten Bewohner gehen keiner geregelten Arbeit nach, noch bemühen sie sich um eine solche. Viele betteln oder stehlen. Krankheiten sind häufig und führen meist zu Tode. Die Macht im Viertel gehört verschiedenen kriminellen Banden. Diese erpressen Schutzgelder, rauben, morden und vergewaltigen fast nach Belieben. Die Stadtgarde traut sich kaum noch nach Orkendorf. Niemand beachtet in Orkendorf die Hilferufe eines Überfallen. Ruft er zu laut, so wird er vielleicht gar noch von den Obdachlosen der Kleidung beraubt, welche die Räuber ihm gelassen haben.

Fischerort

Neben dem Seehafen, dem Südhafen und dem Hafen Fischerort bilden die Kais und Stege des Binnenhafens die vierte große Anlegestelle in Havena. Das Becken des Binnehafens ist für Seeschiffe zu seicht. Hier legen Schiffe an, die über den Großen Fluß in die Stadt gekommen sind und deren Waren der Versorgung der Havener dienen.
Nach einer Stele im Hafengebiet ist hier auch der Ort, an dem die ersten Siedler vor über 1900 an Land gingen um Havena zu gründen. Heute prägen die flachen Langhäuser der Fischer das Bild. Nur im Süden, in Richtung des Kriegshafens, stehen einige Lagerhäuser. Im Binnenhafen geht es darum auch viel gelassener zu, als im See- oder Südhafen. Hier spielen Kinder auf den Stegen, alte Männer und Frauen sitzen am Kai, rauchen ein Pfeifchen und kauen den Priem und Katzen sonnen sich auf den Steinen.

Boroninsel

Das kleine Eiland der Boroninsel liegt zwischen Fischerort und Orkendorf und ist der Krakeninsel vorgelagert. Wie der Name schon andeutet, dient die Boroninsel den Havenern als Bestattungsort. Nur zwei Häuser stehen auf dem kargen Felsen. Ein Tempel des Totengottes und ein Wohnhaus für die Geweihten. Auf der Insel gibt es ein altes Gebeinfeld und unterirdische Katakomben, deren Nischen ebenfalls der Aufnahme der sterblichen Überreste der Menschen dienen. Die meisten Toten werden nach dem Brauch der Stadt jedoch verbrannt und auf einem kleinen Floß mit Boronsrad und schwarzem Segel dem Großen Fluß übergeben. Die Boronsinsel hat ihr Gesicht in den letzten 500 Jahren nicht verändert. Ein Grund mag darin liegen, dass die Havener diesen Ort mit großer Furcht betrachten und ihn entsprechend selten betreten.


Häfen

Seehafen

Der Seehafen von Nalleshof dient vor allem den Schiffen als Anlaufstation, deren Waren für die Stadt selbst bestimmt sind. Einst lagen hier die stolzen Segler dicht an dicht. Doch heute sind die Lagerplätze kein so begehrtes Gut mehr. Die Kontore der Händler, allen voran der Familien Ongswin, Stersond, Engstrand und Rastburger, liegen ein Stückchen vom Hafengelände entfernt in Nalleshof. Ein große Zahl von Fuhr- und Schauerleuten verdient daher hier Brot. Wem deren Dienste zu teuer sind, der verkauft seine Ladung auch schon mal direkt von Bord des Schiffes aus. Hier sind immer Zöllner und Wachen der Hafenwehr anzutreffen, die für Ordnung sorgen. Besonders wagemutige oder unerfahrene Kapitäne, die auf die billigeren Liegeplätze im benachbarten Orkendorf zurückgreifen, werben oft eigene Schläger und mittellose Waffenträger an, um ihre Ladung zu bewachen.

Südhafen

Der Südhafen gehört zu den Stadtteilen, die am längsten brauchten, um sich von den Schäden der Großen Flut zu erholen. In den letzten Jahren wurden beständig neue Gebäude errichtet und werden immer noch gebaut. Das Viertel erlebt einen beständigen Zuzug von Schauerleuten, Händlern und Handwerker, die der berechtigten Hoffnung auf Arbeit folgen. Dennoch ragen zwischen den Neubauten immer noch zahlreiche Ruinen in die Höhe. Da bezweifelt werden darf, ob der Hafen jemals seine alte Bedeutung zurückerlangen wird, werden diese traurigen Orte wohl noch länger erhalten bleiben.
Das Hafenbecken wird vom Bennaindamm umschlossen und gegen die Unterstadt abgetrennt. Im Schutze des Damms sind die ankernden Schiffe vor allen Stürmen der See behütet. Der auf dem Damm entlang führende Weg verbindet den Südhafen mit Fischerort. Den abergläubischen Einwohnern ist die Nähe zur verfluchten Unterstadt und ihren Kreaturen unheimlich. Nach Einbruch der Dunkelheit wird der Damm daher nicht mehr betreten.
Der Südhafen ist der größte Hafen Havenas. Anders als im Nalleshofer Seehafen stehen hier die Lagerhallen und Magazine direkt am Kai. Flaschenzüge und Lastkräne ermöglichen das Löschen der Ladung direkt vom Bord des Schiffes. Da auch die meisten Flussschiffe hier festmachen, ist der Südhafen der wichtigste Umschlagplatz zwischen Land- und Seehandel. Insbesondere Massengüter wie Getreide, Holz und Erz werden hier umgeschlagen.

Binnenhafen

Der Binnenhafen liegt auf dem Fischerort vorgelagerten Inseln. Er diente einst dem Umschlag von Gütern, die über den Großen Fluss herangeschafft wurden. Heutzutage dient er allerdings nur noch als Kriegshafen. Auf dem abgesperrten Gelände findet sich die Garnison der Seekrieger, welche mit den hier vor Anker liegenden Flussgaleeren das Delta sichern. Auch die Seekadettenschule findet sich hier.


Historie der Stadt

876 v.BF
An der Mündung des Großen Flusses wird Havena gegründet. Die Siedlung wird dabei nach dem Kapitän benannt dessen Schiff die Siedler her brachte.
872 v.BF
Von Havena aus unternimmt Admiral Sanin eine größere Expedition den Großen Fluss hinauf. Er stößt dabei bis in die Gegend des heutigen Ferdoks vor.
706 v.BF
Unter Führung des Orks Kurrzug erheben sich in Havena die versklavten Orks. Bis die Orks von einer Seuche dahin gerafft werden, herrschen sie über Monate hinweg in der Stadt.
618 v.BF
Erhebung Havenas zum Fürstensitz. Des Weiteren wird der Ältestenrat gegründet.
568 v.BF
Mit dem Tod des letzten Fürsten aus dem Geschlecht Bragold, Ardis, in der Dämonenschlacht übernimmt der Ältestenrats die Regentschaft in Havena.
0
Hela-Horas lässt den gesamten Ältestenrat auf Grund mangelnder Ehrerbietung absetzen und hinrichten. Der ehemalige Hauptmann der Stadtgarde Egtor Ulaman wird von ihr als neuer Fürst Albernias eingesetzt.
440
Herrschaft der Priesterkaiser über Havena und Albernia.
594
Mit Beginn der Magierkriege übernimmt die Thaumaturgische Akademie die Herrschaft in Havena.
599
Unter Führung des Flusspiraten Niamad ui Bennain werden die Magierherrscher gestürzt. Als Folge der tyrannischen Herrschaft wird die Akademie geschlossen und ein Magieverbot verhängt.
701
Loslösung Albernias vom Neuen Reich und Wiedereinsetzung des Ältestenrats.
702 ING 16
Die Große Flut, ein starkes Beben und ein Flutwelle, zerstören über die Hälfte Havenas.
1000
Einweihung der Prinzessin-Emer-Brücke
1005
Das Magieverbot in Havena wird gelockert.
1021
Eine Dämonenattacke zerstört die Prinzessin-Emer-Brücke, deren Wiederaufbau sich bis 1023 hinzieht.
1027 ING 13
Erneute Loslösung Albernias vom Neuen Reich im Laufe der Wirren des Das Jahr des Feuers
1028
Die Einwohnerzahl Havenas steigt auf Grund der Flüchtlinge des Unabhängigkeitskriegs auf fast 30.000


In der Wiki erfasste Bewohner der Stadt

Anzahl: 127

PersonStandProfessionGeburtsjahr
Agarwen ni EalgaradligKeine Angabe1024
Agrawyna FenwasianadligRitter994
Aillil Andara GalahangeweihtGeweihter996
Alana Fiona ni BennainadligVerwalter995
Alina HelmanbürgerlichKeine Angabe980
Alvide RastburgerbürgerlichHändler0
Alysdair ui ClandrynadligGeweihter997
Anarion FenwasianbürgerlichHändler998
Ardach HerloganadligVerwalter983
Arlaine RaidricbürgerlichGastwirt0
Arna SorinnanbürgerlichHandwerker0
Asa AnjuhalbürgerlichGastwirt0
Beana ni GiesgardfreiKeine Angabe997
Berynn StepahanadligRitter1012
Bori-ShanfreiKeine Angabe0
Bran HelmanbürgerlichKeine Angabe1028
BranwenbürgerlichKeine Angabe1007
Branwin ui EalgaradligKeine Angabe999
Brendan ui CullairnadligKrieger1002
Briana AldewenadligSchreiber1011
Broinnfind NechtgeweihtGeweihter973
Bruidnich QuentbürgerlichKeine Angabe0
Burunian FenwasianadligKeine Angabe1000
Caelyn von SchwarzenklammadligSchwertgeselle1013
Caerwyn ui MerodinbürgerlichSeefahrer0
Cei HerloganadligRitter1017
Connair Edorian TorasadligKrieger999
Cumal OngswinbürgerlichHändler0
Dalbach NechtbürgerlichHändler957
Darian ui BrakkafreiKeine Angabe985
Deirdre HelmanbürgerlichHeilkundiger1003
Deirdre ni BennainadligKeine Angabe1000
Deirdre ni EalgargeweihtGeweihter1000
Dhugal HelmanbürgerlichHandwerker976
Diril DennardbürgerlichGastwirt0
Domnall DalpertgeweihtGeweihter0
Doride RastburgerbürgerlichKeine Angabe0
Doto RunwaldbürgerlichHändler0
Duirba ni LludowangeweihtGeweihter0
Efferdin ui BennainadligRitter1006
Eghina MaegharingeweihtGeweihter0
Eillyn ni BeornsfaireadligKeine Angabe1003
Elenwyn ui BrairadligVerwalter980
Elwene AranolbürgerlichKeine Angabe0
Faerwyn WogenholfbürgerlichKeine Angabe0
Fann SaordubhbürgerlichKeine Angabe0
Finian BorotraenbürgerlichHandwerker0
Finja HelmanbürgerlichKeine Angabe1034
Finnian Benwyr HelmanadligKrieger1021
Galwyn von FaunsheckadligGardist993
… weitere Ergebnisse


Quellen

Offizielle Quellen

Am Großen Fluss
S.10 (Gründung)
S.11,12 (Ork-Aufstand)
S.16 (Unterdrückung in der Priesterkaiserzeit)
S.16 (Gründung Magierakademie)
S.17 (Schrecken der Magierkriege)
S.19 (Zerstörung durch die Flut, Neubau des Fürstenpalasts)
S.21 (Einweihung Prinzessin Emer Brücke am 3. Bor 1000 BF, Lockerung des Magieverbots 1005)
S.22 (Eff 1013 Kapitulation im Bürgerkrieg)
S.23 (Zerstörung der Prinzessin Emer Brücke bei dämonischen Angriff 1021)
S.72-93 (Detailbeschreibungen)
S.194-199 (Geheimnisse)
Aventurisches Jahrbuch für das Jahr 1035
S.123
S.135