Hanufer

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Hanufer ist eine befestigte Stadt am Großen Fluss in Niriansee.

Hanufer
Region: Abagund
Typ: Stadt
Einwohner: 900
Bürgermeister: Kachil Eichengrunner
Lehnsfolge: Albernisches Fürstenhaus
Gasthöfe: diverse
Handel: Markt, Sigurn und Eichengrunner und viele andere mehr
Handwerk: divers, hohes Niveau
Tempel: Efferd, Travia, Boron, Rahja
Schreine: Praios, Rondra, Peraine, Ingerimm, Hesinde, Tsa, Phex
Truppen: III.Banner der Havener Flussgarde, Stadtwache
Befestigung: massive Wehrmauer
Besonderes: Flusshafen, Fähre über Gr. Fluss, Flussgrotten
In der Nähe:
Burg Niriansee Niriansburg
Pfeil-Nord-Grau.png Pfeil-Nordost-Grau.png
Eichenfurt Pfeil-West-Grau.png Hanufer
Pfeil-Südwest-Blau.png Pfeil-Südost-Grau.png
Arvun Draustein
Angaben von: 1040
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Beschreibung

Am Hohen Ufer - dieser Ausspruch beschreibt den Abschnitt des Großen Flusses, in dem das Sumpfland des Deltas endgültig zu festem Boden wird und schwere Mauern trägt. Kenntnis des Albernischen Dialekts vorausgesetzt wird so schnell deutlich, wo die gut befestigte Stadt Hanufer liegt.

Hanufer ist eine junge, aufstrebende Stadt, die primär von Handel und Handwerk lebt, auch wenn sie ihre Wurzeln als Fischerdorf nicht leugnet. Ihre Lage am Knotenpunkt wichtiger Routen (von Weidenau nach Draustein und Kyndoch, sowie von Bockshag über Orbatal in den Windhag hinein), der Flusshafen und die Fähre über den Großen Fluss haben schnell für Reichtum und Wachstum gesorgt, nachdem Stadt- und Marktrecht in der Anfangszeit der Halschen Regierung gewährt wurden. Der resultierende Handel, besonders durch das Handelshaus Sigurn und Eichengrunner, hat viele neue Gesichter in die Stadt gebracht, die als sehr weltoffen gilt und Reisenden und Bürgern eine Reihe interessanter Gasthäuser und anderer Lokalitäten bietet, darunter auch ein luxuriöses Badehaus.

Die starke örtliche Geweihtenschaft (siehe auch Dramatis Personae) prägt Leben und Kultur der Stadt erheblich. Dabei mag Travia das Herz der Stadt bilden, Boron hingegen den ruhenden Pol, doch sind es Efferd und Rahja, die überregional und teils hoch politisch in das Geschehen eingreifen und Hanufer formen, etwa im Falle des Übergangs von der Fischerei zur echten Hafenstadt. Die Bewohner sehen dies mit Freude, sie schätzen Kultur und stehen Neuem aufgeschlossen gegenüber - was auch zu einer gewissen Arroganz gegenüber der Bewohner des Hinterlandes führt.

Historie

Hanufer hat eine lange Geschichte als unbedeutendes Fischerdorf hinter sich, das nur durch die Flussgrotten und den zugehörigen Tempel des Efferd von sich reden machte. Die Ortschaft wuchs mit dem Aufkommen der Treidelschifffahrt auf dem Großen Fluss, als Hanufer zum Warenumschlagsort wurde und sich mit der Fertigung der nötigen Taue und dem damit verbundenem Hanfanbau mehr Handwerk ansiedelte. Seinen heutigen Status erlangte Hanufer erst in den letzten fünfzig Jahren, als der Ort Stadt und Marktrecht erhielt und sich einige wohlhabende Händler, Gelehrte und Handwerker niederließen. Anfangs recht stark von hier stationiertem Militär geprägt, blühte die Stadt mit erstaunlicher Geschwindigkeit auf, wurde um das Jahr 1013 herum befestigt, erlebte die Ansiedlung weiterer Tempel und gewann durch seine Funktion als Hafen und Handelspunkt an Bedeutung und Reichtum.

Jüngeres Geschehen

Beim Vorrücken der Söldner-Truppen Isoras im Albernia-Nordmarken-Konflikt (1027-1032) übergaben führende Bürger, meist aus den Reihen der Händler, die Stadt kampflos. Hanufer entging so dem Schicksals Drausteins, welches kurz zuvor unter furchtbaren Verlusten in der Zivilbevölkerung gefallen war. Dieser Verrat kostete Baron Corvin von Niriansee zeitweilig die Kontrolle über den Süden der Baronie Niriansee.

Den Wirren der Besatzung durch Reichstruppen bis 1032 folgten politische Wirren, die lange nicht aufgelöst wurden. Den Verrat der Stadt niemals vergebend, jedoch wohl wissend, dass nur wenige schuldig waren und jene Taten sehr wohl Leben retteten, griff Baron Corvin von Niriansee zu einem ungewöhnlichem Manöver um die Macht des Bürgermeisters Kachil Eichengrunner zu schmälern: Hanufer ist provinzherrlich, der Baron selbst jedoch ebenso direkt der Krone Albernias die Treue schuldig. Somit, so folgerte er bislang unwidersprochen, steht die Stadt in der gleichen Lehnsstruktur wie er und muss sich beugen. Die Antwort Hanufers, sich in jenen Tagen der Unterstützung der Kronverweserin Idra Bennain gegen den Baron bei weitem nicht gewiss, lautete, typisch für sie: 'Lasst uns verhandeln.'

Weniger eine Frage von Verhandlungen als vom Schicksal von Menschen ist der Verbleib vieler Flüchtlinge, die Hanufer in den Krisen der letzten Jahrzehnte aufnahm, von den Vertriebenen aus Tobrien, bis zu jenen vor Isoras Truppen aus Draustein flohen. Viele haben hier ein neues Heim gefunden, sich eine neue Existenz aufgebaut und die Stadt durch ihr Können und Schaffen bereichert - und sahen folglich wenig Grund in ihre Heimat zurückzukehren. Diesen Vorteil sehend und die Rechte einer Stadt ausnutzend hat Hanufer bislang niemanden aus seinen Toren gewiesen und so seine Stärke auf Kosten anderer Ländereien ausgebaut. Das dies für Baron Corvin von Niriansee in einigen Fällen ein politisches Problem darstelle, nahmen die Stadtoberen durchaus wohlwollend zur Kenntnis.

Diese unterschwelligen politischen Konflikte sind in den letzten Jahren jedoch in den Hintergrund getreten - was nicht wenige auf die diplomatische Kunst von Samia von Orbatal zu Niriansee zurückführen, welche die Stadt oft zusammen mit ihrer Tochter Aidari, der Baroness Niriansees, besucht.