Fluch des Roten Wyrm (1027)

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Ab Anfang des Jahres 1027 begannen sich Flora und Fauna des nordöstlichen Albernias auf unheimliche Weise zu verändern. Ihren Anfang nahmen die Veränderungen im Hinterland der Baronie Niamor im Winhaller Land. In den folgenden Monden breitete sich das Phänomen rasch in südwestlicher Richtung aus. Das Pflanzenwerk färbte sich schmutzig rot und die Tierwelt der betroffenen Gebiete wurde ungewöhnlich aggressiv. Immer wieder brachen Wildschweine, Wölfe und dergleichen wie tollwütig aus den Wäldern und griffen wahllos Menschen an. In den an die "Roten Wälder" grenzenden Gebieten gab es immer wieder Fälle spurlos verschwundener Menschen. Wer über längere Zeit nahe der veränderten Wälder wohnte, wurde zudem schnell erregbar und aggressiv. So kam es oft zu Streit und gewalttätigen Auseinandersetzungen aus nichtigen Gründen.
Im Travia 1027 überschritt das Phänomen erstmals die Grenzen der Grafschaft Winhall und auch im folgenden Winter wuchsen die unnatürlichen Wälder weiter. So waren im Frühling 1027 das ganze südliche Winhall, sowie Teile von Bredenhag und Honingen befallen. In den befallenen Gebieten verdorben die Feldfrüchte und so kam es in diesem Jahr zu einer schweren Mißernte, die zu einem Hungerwinter führte.

Die Aufklärung und Erforschung dieses Phänomens schritt aus unterschiedlichen Gründen nur schleppend voran. So zeigte etwa der Baron von Niamor, auf dessen Gebiet die unheimlichen Phänomene ihren Ursprung genommen hatten, kaum Interesse daran die Untersuchungen zu unterstützen.
Die veränderten Wälder waren von unheimlicher Feenmagie durchdrungen, welche auf magisch begabte Forscher einwirkte. So kam es wiederholt vor, das sich Forschergruppen gegenseitig behinderten oder gar bekämpften.
Schlussendlich fielen die unheimlichen Veränderungen mit politischen Krisen zusammen, welche den Adel ablenkten:
So war zum einen der neue Marschall der kaiserlich Albernischen Regimenter, Grifo von Streitzig, nach Albernia gekommen um neue neue Truppen auszuheben. Dies führte zu erheblichen Widerstand bei Volk und Adel.
Größer noch war der Aufruhr als im Travia bekannt wurde, das Herzog Jast Gorsam in seiner Eigenschaft als Reichsrichtsherr Albernias Krone für Isora von Elenvina forderte.

Geweihte welche die Praioskirche zur Aufklärung der Phänomene nach Winhall geschickt hatte, verschwanden spurlos. Später tauchte einer von ihnen wieder auf, er hatte offensichtlich den Verstand verloren und eine Schaar hungriger Bauern um sich geschart. Mit dieser zog er plündernd und brandschatzend durch Bredenhag und das Winhaller Land.

Im Frühling des Jahres 1027 drohte die Lage schließlich zu eskalieren. Zuerst wurde eine Abordnung kaiserlicher Soldaten, die im Raum Aiwiallsfest für Ordnung sorgen sollten, von sektiererischen Bauern in einen Hinterhalt gelockt und fast aufgerieben. Dann schloss der Baron von Niamor sämtliche Grenzen und die Durchgangswege zur Stadt Winhall und machte damit weitere Forschungen praktisch unmöglich. Der Hofmarschall der Königin, Aedan ui Bennain, lud daraufhin den albernischen Adel zu einem Baihir der, nahe der befallenen Region, in Glydwick abgehalten werden sollte. Während Adlige, Geweihte und Magier tagten, verschärfte sich die Situation überraschend. Der Niamorer Baron Muiradh von Niamor-Jasalin lockte die Barone Bragon und Arthgal Fenwasian in eine Falle und kerkerte sie ein. Zusätzlich führte er auch einen Angriff auf die Ritter der Schwarzen Distel in Aiwiallsfest durch. Die Gattin des Barons floh daraufhin vom Hof des Barons und eilte nach Glydwick, wo sie der Versammlung bei der Aufklärung der unheimlichen Phänomene half.

So stellte sich am Ende heraus das die Ursache der Roten Wälder ein Pakt war, welchen der Baron von Niamor mit unheimlichen Feenmächten geschlossen hatte. In einer irren Gier nach Macht hatte er den dunklen Feenmächten die Tore in unsere Welt geöffnet und somit weite Teile des Landes dadurch verheert.
Unter maßgeblicher Hilfe der Baronsgattin Laille Albenbluth, konnte der Baihir ermitteln, dass der Baron plante ein gefährliches Feenwesen zu beschwören. Je näher die Befreiung der bösartigen Kreatur rückte, desto unheillvoller plagte seine Macht Pflanzen, Tiere und Menschen.
Nach ausgiebigen Forschungen brachen im Peraine 1027 viele adlige Rittersleute, Zaubermächtige und Geweihte auf in das Hinerland der Baronie Niamor. Dort stellten sie den ketzerischen Baron. Im letzten Augenblick konnten seine dunklen Rituale vereitelt werden. Die weitere Ausbreitung des Roten Fluchs wurde somit gestoppt. Dem verbrecherischen Baron selbst, gelang allerdings die Flucht ins unwegsame Moor.

Die unheilvollen Veränderungen der Umwelt zogen sich bis zum Ende des Jahres 1027 wieder vollständig zurück. Muiradh von Niamor-Jasalin gelang die Flucht auf seine Stammburg Feyrenwall, wo er bald von den Fenwasian belagert wurde. Zwar stellte ihn die Albernische Krone unter Acht und Bann, doch gelang es ihm den Ende 1027 ausbrechenden Albernisch-Nordmärkischen Konflikt für sich zu nutzen. Er rief die einfallenden Nordmärker zu Hilfe, welche in ihm zuvorderst einen ehemaligen Anhänger Isoras sahen, der sich von invhertreuen Banden bedroht sah. Mit nordmärkischer Hilfe konnte sich Muiradh noch bis Anfang 1031 als Baron Niamors halten. Mit seiner Gattin Laille, welche von der Albernischen Krone unterstützt wurde und die sich mit ihren Anhängern bald in Neuwiallsburg festgesetzt hatte, lieferte er sich zwischen 1028 und 1030 regelmäßige Scharmützel.

Dem Roten Fluch mögen insgesamt ungefähr 1000 Menschen zum Opfer gefallen sein. Manche verschanden spurlos, manche verhungerten im Winter, oder wurden durch wilde Tiere angefallen. Andere wurden durch die Einflüsterungen der Feenmagie wahnsinnig und ermordeten Familie und Freunde. Wieder andere fielen den Söldnerscharen des Muraidh von Niamor zum Opfer, oder wurden durch fanatisierte Bauernmeuten gemeuchelt.

Die geheimnisvolle Feenkreatur, welche der Baron von Niamor durch seine dunklen Rituale zu befreien suchte - der sogenannte Rote Wyrm - erlangte durch die Ereignisse des Jahres 1027 erstmals seit langen Jahrhunderten wieder eine größere Bekanntheit.


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irdischer Hinweis

Die Ereignisse im Peraine 1027 wurden im Rahmen des Albernia-Konventes 2004 auf der Wasserburg Heldrungen live ausgespielt.